Gottes Rache ist fürchterlich…

Die Sühnekapelle zum Heilig-Blut übt auf Gläubige eine grosse Anziehungskraft aus. Die älteste Aufzeichnung der Heilig-Blut-Legende stammt aus dem Jahre 1498 und nahm seinen Anfang während eines Spiels von drei verruchten Männern. Bei der Stadt Willisau gab es einen öffentlichen Platz, den «Lustgarten», auf dem häufig gespielt wurde, viel gewonnen oder alles verloren wurde.

Der Legende nach sassen einst drei Männer im Lustgarten beisammen. Nachdem Ueli Schröter beim Spiel sein ganzes Geld verloren hatte, zog er erzürnt sein Schwert, stiess es in die Luft und rief: «Es solle den Leib Christi durchbohren!» Sogleich fielen Blutstropfen auf den Tisch der Spieler und der Gotteslästerer wurde unter schrecklichem Getöse vom Teufel geholt. Die beiden anderen versuchten darauf, am benachbarten Fluss Enziwigger, die Blutstropfen vom Tisch zu waschen, was ihnen nicht gelang. Beim Streit wurde der eine vom andern Spieler erstochen. Der andere ergriff die Flucht, wurde jedoch von Läusen zu Tode gemartert und brach auf der Schwelle des Stadttores zusammen. Diese Freveltat soll sich am 7. Juli 1392 zugetragen haben.

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Jahres-Highlight für Luthern

Ein Einheimischer klärte mich gleich zu Beginn auf: „Das ganze Jahr läuft hier nix, aber an der Tannenschleipfete geht hier rüdig die Post ab!“. Die knapp 1300 Einwohner der Gemeinde Luthern mit den Dörfern Hofstatt, Flühlen, Luthern-Dorf und Luthern-Bad (empfehlenwertes Heilbad) verteilen sich über eine Fläche von 37,85km2 (34 Einwohner pro km2), an der alljährlichen Tannenschleipfete drängen sich aber über 3’000 Besucher an den eher kleinen Dorfplatz vor der mächtigen Dorfkirche.

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Himmlische Fasnacht in Willisau

Wenn sich der Pfarrer zu kakophonischen Klängen in der Gartenschürze hinter dem Altar vor einer pflanzenfressenden Alien-Schnecke versteckt – dann ist in Willisau das Fasnachtsvirus endgültig und unwiderruflich ausgebrochen: Eine filmische Dokumentation der traditionellen Willisauer Städtlifasnacht mitsamt Start in der katholischen Pfarrkirche…

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Start zur Willisauer Fasnacht 2019!

Während die Stadtluzerner sich noch bis SchmuDo gedulden müssen, hat im Luzerner Hinterland die Fasnacht 2019 längst mit Getöse begonnen. Seit anfang Januar jagen sich die Fasnachtsveranstaltungen geradezu jedes Wochende, an der Verkehrskreiseln erinnern ganze Plakatwälder an die bevorstehenden Veranstaltungen und das Städtchen Willisau war schon zwei Mal Schaupunkt lautstarker Fasnachsevents. Hier einige Impressionen der Fasnachtseröffung vom 11. Januar 2019…

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Parademusik am Meter…

52 Blasmusikvereine trafen sich in Eschenbach/LU am Luzerner Kantonalen Musiktag, um die Früchte ihrer musikalischen Arbeit zu präsentieren und den Austausch zwischen Musikantinnen und Musikanten zu pflegen. Im Mittelpunkt standen die Konzertvorträge und die Parademusik. Ich besuchte den Parademusik-Wettbewerb auf der gesperrten Hautpstrasse und nahm verwundert zur Kenntnis, dass die zentimetergenaue Ausrichtung und das perfekt inszhenierte Outfit der MusikerInnen genauso penibel bewertet wurden wie die musikalische Leistung. Respekt für die hitzegeplagten ProtagonistInnen, die auch bei sommerlichen Temperaturen auf dem heissen Asphalt Würde und Disziplin bewahrten… „Parademusik am Meter…“ weiterlesen

De rüdigi Samschtig esch en Hit!

Immer mehr mausert sich der „Rüdigi Samstag“ zwischen den offiziellen Fasnachtstagen Schmutziger Donnerstag, Güdismontag und -dienstag zum 4. Fasnachtstag. Gestern Samstag war die Luzerner Altstadt fast dichter bevölkert wie am Schmudo! Extrem viele maskierte Gruppen, Familien und Einzelmasken mischten sich unter die Guggenmusigen. Ein riesiges friedvolles und freudiges Fest ging in der Altstadt über die Bühne. Das steigert die Vorfreude auf die restlichen zwei Fasnachtstage!

Alle Fotos by: Esther Studhalter! Vielen Dank! „De rüdigi Samschtig esch en Hit!“ weiterlesen

„Chömed cho luege, d’Bärzeli-Buebe“

Der 2. Januar beginnt für die Dorfbewohner mit dem Neujahrsapéro um 11 Uhr im Gemeindehaus. Danach geniesst man die Gastfreundschaft der Trachtengruppe beim Spaghetti-Essen in der Turnhalle. Gegen halb zwei tollen schon die Kleinen Bärzeli im Dorfzentrum herum. Die verkleideten und maskierten Knaben und Mädchen tragen jedes Jahr andere Kostüme, ganz nach ihren Vorlieben. Um zwei Uhr schliesslich stürmen die Bärzeli-Buebe wilden Hornissen gleich aus dem Metzghüüsli beim Schulhaus. Mit Lärm und Getose stürzen sie sich in die Zuschauermenge und locken sie die Einwohner Hallwils auf die Strasse. Mit stacheligen Umarmungen oder kräftigem Händedruck wünschen sie allen „es guet Nöis“ (Fotos by Esther & Thomi Studhalter). „„Chömed cho luege, d’Bärzeli-Buebe““ weiterlesen