Gottes Rache ist fürchterlich…

Die Sühnekapelle zum Heilig-Blut übt auf Gläubige eine grosse Anziehungskraft aus. Die älteste Aufzeichnung der Heilig-Blut-Legende stammt aus dem Jahre 1498 und nahm seinen Anfang während eines Spiels von drei verruchten Männern. Bei der Stadt Willisau gab es einen öffentlichen Platz, den «Lustgarten», auf dem häufig gespielt wurde, viel gewonnen oder alles verloren wurde.

Der Legende nach sassen einst drei Männer im Lustgarten beisammen. Nachdem Ueli Schröter beim Spiel sein ganzes Geld verloren hatte, zog er erzürnt sein Schwert, stiess es in die Luft und rief: «Es solle den Leib Christi durchbohren!» Sogleich fielen Blutstropfen auf den Tisch der Spieler und der Gotteslästerer wurde unter schrecklichem Getöse vom Teufel geholt. Die beiden anderen versuchten darauf, am benachbarten Fluss Enziwigger, die Blutstropfen vom Tisch zu waschen, was ihnen nicht gelang. Beim Streit wurde der eine vom andern Spieler erstochen. Der andere ergriff die Flucht, wurde jedoch von Läusen zu Tode gemartert und brach auf der Schwelle des Stadttores zusammen. Diese Freveltat soll sich am 7. Juli 1392 zugetragen haben.

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Fasnachtsverbrennung Willisau

Die Fasnacht im Luzerner Hinterland erstreckt sich über fast zwei Monate: am 11. Januar ging’s los mit dem Einzug ins Städtchen Willisau. Dann reihte sich Event an Event bis zur Städtlifasnacht als Höhepunkt am 24. Februar. Am Güdisdienstag dann das fulminante Finale: Einzug ins Städtchen, Monsterkonzert und dann die Fasnachtsverbrennung auf dem Platz vor der Kirche.

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Jahres-Highlight für Luthern

Ein Einheimischer klärte mich gleich zu Beginn auf: „Das ganze Jahr läuft hier nix, aber an der Tannenschleipfete geht hier rüdig die Post ab!“. Die knapp 1300 Einwohner der Gemeinde Luthern mit den Dörfern Hofstatt, Flühlen, Luthern-Dorf und Luthern-Bad (empfehlenwertes Heilbad) verteilen sich über eine Fläche von 37,85km2 (34 Einwohner pro km2), an der alljährlichen Tannenschleipfete drängen sich aber über 3’000 Besucher an den eher kleinen Dorfplatz vor der mächtigen Dorfkirche.

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Himmlische Fasnacht in Willisau

Wenn sich der Pfarrer zu kakophonischen Klängen in der Gartenschürze hinter dem Altar vor einer pflanzenfressenden Alien-Schnecke versteckt – dann ist in Willisau das Fasnachtsvirus endgültig und unwiderruflich ausgebrochen: Eine filmische Dokumentation der traditionellen Willisauer Städtlifasnacht mitsamt Start in der katholischen Pfarrkirche…

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30 Jahre Ostergauer Moorsträggele

Es sind geplagte Geister, die in der Ostergauer Moorlandschaft ausserhalb Willisau hausen und für ihre Untaten von mehreren hundert Jahren büssen. Während der Fasnachtszeit steigen die garstigen “Sträggelegesellen” aus dem dampfenden Moor und mache die Umgebung unsicher. Unter dem Motto „e chli böckele muesses“ feierten die urtümlichen Moorgestalten in ihrer zotteligen Ziegenfellen am Samstag ihren 30. Geburtstag mit einem Umzug (Siehe Fotos) und einer grandiosen Party.

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Start zur Willisauer Fasnacht 2019!

Während die Stadtluzerner sich noch bis SchmuDo gedulden müssen, hat im Luzerner Hinterland die Fasnacht 2019 längst mit Getöse begonnen. Seit anfang Januar jagen sich die Fasnachtsveranstaltungen geradezu jedes Wochende, an der Verkehrskreiseln erinnern ganze Plakatwälder an die bevorstehenden Veranstaltungen und das Städtchen Willisau war schon zwei Mal Schaupunkt lautstarker Fasnachsevents. Hier einige Impressionen der Fasnachtseröffung vom 11. Januar 2019…

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Parademusik am Meter…

52 Blasmusikvereine trafen sich in Eschenbach/LU am Luzerner Kantonalen Musiktag, um die Früchte ihrer musikalischen Arbeit zu präsentieren und den Austausch zwischen Musikantinnen und Musikanten zu pflegen. Im Mittelpunkt standen die Konzertvorträge und die Parademusik. Ich besuchte den Parademusik-Wettbewerb auf der gesperrten Hautpstrasse und nahm verwundert zur Kenntnis, dass die zentimetergenaue Ausrichtung und das perfekt inszhenierte Outfit der MusikerInnen genauso penibel bewertet wurden wie die musikalische Leistung. Respekt für die hitzegeplagten ProtagonistInnen, die auch bei sommerlichen Temperaturen auf dem heissen Asphalt Würde und Disziplin bewahrten… „Parademusik am Meter…“ weiterlesen