Wöudi Chöubi

Markerschütternde Schreie gellen neben der Heiligblutkirche Willisau durch die Nacht – nein – diesmal ist’s kein Frevel – bloss Freude, Entzücken und reinstes Adrenalin. Die „Discovery“ raucht und spritzt und lärmt und schüttelt die Teens and Twens durch, bis sie nicht mehr wissen, wie ihnen geschieht. Gleich um die Ecke, abseits des Rummels in einer Seitengasse am Fusse der Kirche ein ganz anderes Bild: Ein antikes Rösslispiel dreht fast umbemerkt und lautlos seine letzten Runden an der Willisauer Kilbi. In der Hauptgasse und den beiden Hotspots vor den Stadttoren hingegen herrscht Rambazamba, ein Gedränge wie an der Fasnacht…

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Miss Willikau

Alljährlich im Herbst treffen sich am Willisauer Viehmarktplatz vor der Festhalle die regionalen Viehzüchter zur Wahl der schönsten Willicow. Am Mittwoch wird das Braunvieh aufgehübscht, gepflegt und bewertet, am darauffolgenden Samstag jeweils das Fleckvieh. Hier einige Impressionen von der Regioschau der sieben Fleckviehgenossenscchaften aus dem Napfgebiet mitsamt dem anschliessenden Albabzug mitten durch das Städtli Willisau.

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45. Jazz Festival Willisau

Das Jazz Festival Willisau gehört seit seinem Beginn im Jahre 1975 auch international zu den wichtigen Ereignissen der zeitgenössischen Jazz-Szene. Das 45. Jazz Festival Willisau ging heuer vom 28. August bis am 1. September 2019 bei traumhaften Wetterbedingungen über die Bühne .

1975 fand in Willisau das erste Jazz Festival statt. Die damaligen Namen kann man sich genüsslich nochmals durch die Ohren ziehen lassen: Archie Shepp, Cecil Taylor, Frank Wright, Brotherhood of Breath, Mike Osborne, Noah Howard, John Tchicai, Irène Schweizer, Albert Mangesldorff, OM. Das tönt nach Free Music und Avantgarde-Jazz. Und so klang es auch – im kleinen Städtchen im Hinterland. Willisau hat seit jeher eigenwilliger programmiert als andere Jazzfestivals. Free Jazz, Black Music und Improvisation waren seine Pfeiler. Schon bald kamen Schnittstellen zum Rock, zu ethnischer Musik und zur Elektronik dazu. Damit hat sich das Jazz Festival Willisau in all den Jahren weltweit seinen exzellenten Namen gemacht. Der Ausspruch von Keith Jarrett hat dem früh Rechnung getragen. „Willisau is one of the best places for music.“

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Gottes Rache ist fürchterlich…

Die Sühnekapelle zum Heilig-Blut übt auf Gläubige eine grosse Anziehungskraft aus. Die älteste Aufzeichnung der Heilig-Blut-Legende stammt aus dem Jahre 1498 und nahm seinen Anfang während eines Spiels von drei verruchten Männern. Bei der Stadt Willisau gab es einen öffentlichen Platz, den «Lustgarten», auf dem häufig gespielt wurde, viel gewonnen oder alles verloren wurde.

Der Legende nach sassen einst drei Männer im Lustgarten beisammen. Nachdem Ueli Schröter beim Spiel sein ganzes Geld verloren hatte, zog er erzürnt sein Schwert, stiess es in die Luft und rief: «Es solle den Leib Christi durchbohren!» Sogleich fielen Blutstropfen auf den Tisch der Spieler und der Gotteslästerer wurde unter schrecklichem Getöse vom Teufel geholt. Die beiden anderen versuchten darauf, am benachbarten Fluss Enziwigger, die Blutstropfen vom Tisch zu waschen, was ihnen nicht gelang. Beim Streit wurde der eine vom andern Spieler erstochen. Der andere ergriff die Flucht, wurde jedoch von Läusen zu Tode gemartert und brach auf der Schwelle des Stadttores zusammen. Diese Freveltat soll sich am 7. Juli 1392 zugetragen haben.

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Lautlos die Welt erkunden

Willisau als Austagungsort der Schweizermeisterschaft Heissluftballon SMHL 2019 bot nicht nur eine perfekte Kulisse für die Ballonpiloten und Passagiere, sondern auch den perfekten Standort, um einem breiten Publikum den Ballonsport näher zu bringen. Nebst den ca. 25 Wettkampfballonen aus der Schweiz und dem Ausland sowie den 15 bis 20 Fiesta-Ballonen wurde ein Rahmenprogramm für Jung und Alt geboten. Höhepunkt war ein nächtliches «Night-Glow».

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Blick ins SteinReich

 BLICK INS STEINREICH

Ein Musikprojekt des Vereins Froschkönig für vier Männerchöre mit 100 Sängern und einem Instrumentalensemble im Naturlehrgebiet und in der Kiesgrube Ettiswil. Ein Kulturprojekt Albert Koechlin Stiftung „Die andere Zeit“ mit dem Männerchor Ettiswil, Männerchor Wolhusen, Männerchor Concordia Willisau und Männerchor Harmonie Willisau. Urban Mäder (Musik, Komposition), Kurt Dreyer (Szenische Gestaltung), Alistair MacDonald (Sound-Design), Lukas Berchtold (Lichtkunst) und Ruedi Schenker (Beleuchtung/Ton).

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