Impressionen Sternsingen Gelfingen, Besuche auf den umliegenden Bauernhöfen.

Es gibt sie noch: die Sternsinger!

Die Türen einiger moderner Einfamilienhäuser bleiben trotz schriftlicher Vorankündigung verschlossen, bei gastfreundlicheren GelfingerInnen gibt nebst einer satten Geldspende auch süsse Überraschungen. Und Spass haben die Viert- bis Sechsklässler aus dem Dorfschulhaus Gelfingen bei Hitzkirch allemal. Vier Tage lang ziehen sie von Tür zu Tür und überbringen ihre unwiderstehlich herzlich vorgetragenen Neujahrswünsche.

Gemeinsames Singen vor der Haustür
Gemeinsames Singen vor der Haustür

Wikipedia erklärt das Sternsingen: „Das Sternsingen geht auf die Erwähnung der Weisen oder Sterndeuter zurück. Im sechsten Jahrhundert wurden auf Grund ihrer drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe (Mt 2,11 EU) drei Personen vermutet. Aus den Sterndeutern wurden im achten Jahrhundert unter Bezug auf Jes 60,3 EU und Ps 72,10 EU Könige mit den Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Diese Könige wurden teilweise auch als Heilige bezeichnet und verehrt.

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol findet das Sternsingen heute vorrangig von katholischen Gemeinden organisiert statt. Die Sternsinger sind oft Kinder und Jugendliche, heute meist in Begleitung Erwachsener, die nach der Aussendung in der Weihnachtsoktav bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar, als Heilige Drei Könige gekleidet von Haus zu Haus ziehen. Oft findet eine Aussendungsfeier in einem Gottesdienst statt. Den Menschen, die ihnen die Tür öffnen oder einlassen, singen die Sternsinger Lieder, sprechen ein Gebet oder sagen ein Gedicht auf. Dann schreiben sie an die Haustüren oder die Türbalken mit geweihter Kreide die traditionelle Segensbitte C+M+B mit der jeweiligen Jahreszahl. In Deutschland und der Schweiz wird von den veranstaltenden Organisationen die Schreibweise „20*C+M+B+18“ (für das Jahr 2018) empfohlen. Diese Schreibweise hat laut Kindermissionswerk folgende Bedeutung: ein Stern für den Stern von Betlehem und die drei Kreuze für den dreifaltigen Gott. Die Bedeutung der Buchstaben C, M und B wird spätestens seit den 1950er Jahren als Abkürzung der lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“ (= „Christus segne dieses Haus“) gedeutet. Die Inschrift soll den Segen Gottes auf das Haus und seine Bewohner herabrufen und sie vor Unglück schützen. In älteren volkskundlichen Abhandlungen herrscht die Deutung der Buchstaben als Initialen der drei Könige vor (Caspar, Melchior und Balthasar). Im Kanton Luzern wird von den Sternsingern ein großer Stern vorangetragen. Das von den Sternsingern unter anderem vorgetragene Lied Es ist für uns eine Zeit angekommen wurde deshalb „Sterndreherlied“ genannt.“

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